Comem+ Praxiswoche


Unternehmensassessment und Prozessanalyse vom
22. – 26. März 2010 bei der Firma von Ah Druck AG, Sarnen

Unter der Leitung von Urs Flury, Geschäftsführer der SKUGRA und Nebenamtlicher Dozent an der HEIG-VD haben Studierende von der HEIG-VD/comem+ zusammen mit Studierenden von der Partner-Fachhochschule aus  Stuttgart im Rahmen ihres Bachelor-Studiums eine Projektwoche in Sarnen (OW) verbracht. Ziel war ein Assessment nach dem EFQM-Modell und das Realisieren einer Ist-Analyse bei der Firma von Ah Druck AG in Sarnen durchzuführen.

Die Firma von Ah Druck AG beschäftigt rund 40 Angestellte, davon 5 Lernende.

Die 1902 ursprünglich als Buchbinderei und Papeterie gegründete Firma hat eine bewegte Geschichte hinter sich. 1973 tritt Fridolin von Ah in der 4. Generation in die Buchdruckerei ein. 1999 folgt die Umwandlung der Einzelfirma zur Aktiengesellschaft « von Ah Druck AG ». Im Jahr 2000 findet der Umzug des wachsenden Unternehmens in den Neubau an der Kernserstrasse 31 statt. Als schweizerische Erstinstallation ist die Firma inzwischen im Besitz von einer 5-Farbdruckmaschine Heidelberg.

In zwei Gruppen prüfen die Studierenden zwei verschiedene Themengebiete.

Das erste Team untersucht die Wertschöpfungskette des Betriebs: Vom Verkauf über die Vorstufe Druck, weiter zur Logistik bis hin zum Qualitätsmanagement. Auch Sicherheitsaspekte im Betrieb (z.B. Aufzug als « Flaschenhals ») werden berücksichtigt. Im zweiten Team wird das Unternehmen bewertet (Assessment). In welchen Bereichen verfügt das Unternehmen über Potenziale? Wo sind eventuell Verbesserungen möglich oder gar nötig? Top Quality Management (TGM) – Was beinhaltet das alles?

Die Studierenden setzen sich unter der Leitung von Urs Flury Ziele. 50 Verbesserungsvorschläge, die sämtliche Abteilungen betreffen, werden schliesslich erarbeitet und empfohlen, nachdem die Studenten in einzelnen Interviews und Gesprächen die Mitarbeitenden nach ihrer Meinung zum Betrieb befragt haben. Dabei loben die Interviewer die ausserordentlich gute Zusammenarbeit, Offenheit und Hilfsbereitschaft der Befragten. Denn es sind doch vor allem die letzteren, die von den zahlreichen Verbesserungsvorschlägen im Unternehmen profitieren sollen.

Am letzten Tag werden die Ergebnisse der ganzen Woche der Geschäftsleitung und dem Kader präsentiert.

Beide Teams sind sich einig: Die Geschäftsleitung ist sehr aufgeschlossen, die Technologien und Arbeitsplätze sind modern, das Arbeitsklima angenehm. Die Studenten können viele wertvolle Erfahrungen eines gut laufenden Unternehmens in einer 1:1 Lernsituation sammeln. Sie lernen viel, sind sehr motiviert und haben Spass dabei. Dieser Umstand ist sicher auch der Geschäftsleitung, Herrn von Au, zu verdanken, nach dem Motto: « Bei uns gibt es nichts zu verbergen, ich bin stolz darauf, dass alle gut mitmachen. Wir können voneinander lernen, ein gutes Beispiel einer Win-Win-Situation! »

Urs Flury ist zufrieden mit der Leistung, Einsatz und Resultat der anwesenden Studierenden und freut sich jetzt schon auf das Praxis-Seminar 2011.

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